Statische und dynamische Vermischung

Die Auswahl des geeigneten Mischertyps ist nicht trivial. Wichtige Kriterien sind die Eigenschaften der zu mischenden Flüssigkeiten – wie Viskosität und Materialdichte –, aber auch Faktoren wie die gewünschte Mischgüte und Einbaulänge, ferner Betriebsdrücke, Durchflussmengen sowie die Verweildauer reaktiver Materialen im Mischer.

Nach dem grundlegenden Wirkprinzip unterscheidet man grob zwischen statischen und dynamischen Mischern.

Statische Mischer (Statikmischer)

Beim statischen Mischen werden die Flüssigmaterialien allein durch die Strömungsbewegung vermengt. Dazu werden sie im gewünschten Mischungsverhältnis in einen Mischer gedrückt – bestehend aus einem Rohr, in dessen Inneren strömungsbeeinflussende Elemente aneinandergereiht sind. (Man spricht hier von statischen Mischelementen oder auch der „Mischerseele“.)

Diese Elemente – meist schrauben-, lamellen- oder gitterförmig angeordnet –  teilen das hineingepumpte Stoffgemisch auf, verdrehen die Ströme und führen sie wieder zusammen. So entstehen nach dem ersten Element mindestens vier Schichten, nach dem zweiten acht, dann 16 usw. Mit jedem weiteren Mischelement wird also eine bessere Vermischung erreicht.

Hauptvorteile der statischen Mischer: Sie sind in der Anschaffung sehr kostengünstig und, in der Version als Einwegmischer aus Kunststoff, auch absolut wartungsfrei.

Dynamische Mischer

Bei der dynamischen Vermischung treffen die Komponenten in ein einer Mischkammer aufeinander und werden dort durch einen rotierenden Mischer homogen vermischt. Für die Zer- und Verteilwirkung sorgen dabei bewegte Scher- und Dehnteile.

Großer Vorteil dieser Mischtechnik: Die Drehzahl des Mischers ist elektronisch regelbar. So lässt sich die Vermischungsintensität sehr exakt steuern – und selbst bei empfindlichen Materialien ein optimales und homogenes Ergebnis erreichen.

Unsere Produktpalette enthält passende Mischköpfe für dynamische Mischer in verschiedenen Größen. Die Pluspunkte in Kürze:

  • Optimales, homogenes Mischen
  • Keine Mischungsfehler beim Applikationsstart
  • Geringer Materialverlust beim Spülen und beim Blindschuss
  • Keine Verbrauchsmaterialien -  der Mischkopf muss lediglich gespült werden
  • Variable Drehzahlregelung ermöglicht optimale Mischergebnisse auch bei speziellen Verarbeitungsmaterialien mit sehr unterschiedlichen spezifischen Eigenschaften.
  • Geringe Amortisationsdauer aufgrund der Einsparung bei Verbrauchsmaterial und den geringen Materialabfällen

Dynamische Mischsysteme werden meist in der Verguss- und Vakuumtechnologie eingesetzt.

Welches Mischsystem ist nun das richtige für Ihre Anwendung?
Unsere Spezialisten beraten Sie gerne und stehen Ihnen bei Fragen zur Verfügung.